Wir sind zertifiziert!

Das Unternehmen Ternäben hat folgende wichtige Zertifizierungen erhalten:
IFS, HACCP und MSC. Weitere Details finden Sie im unteren Bereich.

International Food Standard

Der International Food Standard (IFS) ist ein Lebensmittel-Herstellungsstandard, der zur einheitlichen Überprüfung von Eigenmarkenherstellern des Einzelhandels entwickelt wurde. Die Anforderungen beinhalten ein wirksames Qualitätsmanagement – System,
ein Eigenkontrollsystem nach HACCP – Grundsätzen, die Verantwortlichkeit der
Organisationsleitung, das Ressourcenmanagement, den Herstellungsprozess
sowie Messungen, Analysen und Verbesserungen.

Es können zwei verschiedene Stufen erreicht werden:
Das Basisniveau gilt als Mindestanforderung für die Lebensmittelindustrie,
das gehobene Niveau als höchster Standard der Lebensmittelindustrie.

Ternäben hat mit dem erlangten höheren Niveau diesen anspruchvollsten Standard erreicht.

HACCP

Geschichte

Das HACCP Konzept wurde im Jahr 1959 entwickelt, als der amerikanische Konzern The Pillsbury Company von der Raumfahrtbehörde NASA beauftragt wurde, eine weltraumgeeignete Astronautennahrung herzustellen, die hundertprozentig sicher sein sollte. Pillsbury wandte die 1949 vom US-Militär für technische Anwendungen geschaffene FMEA-Methodik auf die Lebensmittelindustrie an und entwickelte dieses Präventivkonzept gemeinsam mit der NASA weiter. 1971 wurde es in den USA als HACCP-Konzept veröffentlicht. 1985 empfahl die US-amerikanische National Academy of Sciences, das Konzept anzuwenden; daraufhin wurde es weltweit erprobt und weiterentwickelt. Der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) herausgegebene Codex Alimentarius empfiehlt seit 1993 ebenfalls die Anwendung des HACCP-Konzeptes.

Das HACCP-Konzept fordert:

  • alle im Verantwortungsbereich eines Unternehmens vorhandenen Gefahren für die Sicherheit der Lebensmittel zu analysieren,
  • die für die Sicherheit der Lebensmittel kritischen Punkte zu ermitteln,
  • Eingreifgrenzen für die kritischen Lenkungspunkte festzulegen,
  • Verfahren zur fortlaufenden Überwachung der kritischen Punkte einzuführen,
  • Korrekturmaßnahmen für den Fall von Abweichungen festzulegen,
  • zu überprüfen, ob das System zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit geeignet ist, und
  • alle Maßnahmen zu dokumentieren.

HACCP in Deutschland

Im deutschen Recht wurde das HACCP-Konzept erstmals mit der Lebensmittelhygiene-Verordnung von 1998 verankert. Die EG-Verordnung 852/2004 sieht ebenfalls die Anwendung des HACCP-Konzeptes in allen Unternehmen, die mit der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Lebensmitteln beschäftigt sind, verpflichtend vor.
Am 1. Januar 2006 trat das 2004 angenommene Hygienepaket der EU in Kraft. Hierin wird verordnet, dass nur noch Lebensmittel, die die HACCP-Richtlinien erfüllen, in der Union gehandelt und in die Union eingeführt werden dürfen.
Schon zuvor mussten alle Unternehmen, die Lebensmittel herstellen oder mit Lebensmitteln in irgendeiner Weise umgehen, ein HACCP-Konzept haben. Seit 2006 muss es in einer dokumentierten Version vorliegen. Bei großen Unternehmen mit vielen Gefahren und hohem Risikopotential sind ausführliche Aufzeichnungen vorgeschrieben, bei kleinen Unternehmen genügen Reinigungspläne, Verifizierungsnachweise oder Personalanweisungen.

Quelle: Wikipedia

MSC - Marine Stewardship Council

Der Marine Stewardship Council (MSC) ist eine unabhängige und gemeinnützige Organisation, die ein Umweltsiegel für Fisch aus nachhaltiger Fischerei vergibt. Ziel ist es, die weltweite Überfischung der Meere zu verringern. Durch die Anerkennung nachhaltiger Praktiken im Fischfang, die Beeinflussung von Verbraucherentscheidungen beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten und die Zusammenarbeit mit Partnern will die Organisation dazu beitragen, Fischerei und Fischwirtschaft in nachhaltige Wirtschaftssektoren zu verwandeln.

Geschichte

Gegründet wurde MSC 1997 vom Unilever-Konzern, zu dem bis 2006 unter anderem die Marke Iglo gehörte, und der Umwelt- und Naturschutzorganisation Worldwide Fund for Nature (WWF). MSC wurde 1999 von Unilever und WWF unabhängig. Heute wird er vor allem durch Spenden und Lizenzerträge finanziert.

Umweltstandard

Der MSC hat zusammen mit Wissenschaftlern, Fischereiexperten und anderen Nichtregierungsorganisationen Richtlinien für die Beurteilung und Auszeichnung von Fischereien entwickelt. Erfüllt eine Fischerei die Kriterien des MSC-Umweltstandards, kann sie sich zertifizieren und ihre Produkte mit dem blauen MSC-Siegel kennzeichnen lassen. Für die Bewertung, ob nachhaltige Fischerei im Sinne des MSC vorliegt, werden die folgenden Prinzipien als Maßstab herangezogen:

  • Nachhaltigkeit der Fischbestände
    Die Überfischung der Bestände muss vermieden werden. Mit anderen Worten: Die Fischerei darf nur so viel fischen wie auch wieder „nachwächst“. Bei überfischten Beständen muss die Fischerei nachweislich zur Erholung der Bestände führen.
  • Minimieren der Auswirkungen auf das Ökosystem
    Nicht nur der Bestand der befischten Art sondern das gesamte Ökosystem wird bei der Zertifizierung berücksichtigt. Das heißt, natürliche Struktur, Produktivität, Vielfalt und Funktionen des Ökosystems müssen aufrechterhalten und die natürlichen Beziehungen zwischen den Arten, wie zum Beispiel Nahrungsketten, dürfen nicht gefährdet werden.
  • Effektives Fischerei-Managementsystem
    Jede zertifizierte Fischerei gewährleistet, dass ihre institutionellen und betrieblichen Standards auf eine nachhaltige Nutzung der Ressource ausgerichtet sind und lokale, nationale und internationale Gesetze und Richtlinien eingehalten werden. Die Systeme müssen ein schnelles Reagieren auf veränderte Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Bestandsschwankungen, erlauben.

Zertifizierungsprozess

Hat sich eine Fischerei für eine MSC-Zertifizierung entschieden, prüfen unabhängige Zertifizierungsstellen gemeinsam mit wissenschaftlichen Experten, ob die Fischerei den MSC-Standard erfüllt bzw. welche Änderungen für eine Zertifizierung vorgenommen werden müssen. Die Entscheidung hierüber erfolgt unter Einbezug der Öffentlichkeit. So wird sichergestellt, dass Zertifizierungen auf größtmöglichem Konsens beruhen. Wird einer Fischerei bescheinigt, dass sie den MSC-Standard erfüllt, dürfen Produkte aus ihrem Betrieb das MSC-Umweltsiegel tragen.

Zertifizierte Fischereien und Unternehmen

Derzeit sind 98 Fischereibetriebe nach MSC-Standard zertifiziert (Stand November 2010)[1] und rund 130 Fischereien befinden sich im Bewertungsverfahren. Zusammen fangen die Fischereibetriebe über sieben Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte, was etwa zwölf Prozent des weltweiten Fangs für den menschlichen Verzehr entspricht. Marktteilnehmer, wie z. B. Lieferanten oder der Einzel- und Fachhandel, die MSC- gekennzeichnete Ware ein- bzw. verkaufen möchten, müssen sich ebenfalls zertifizieren lassen. Hier wird geprüft, ob das Unternehmen MSC-gekennzeichneten Fisch und Fischerzeugnisse getrennt von anderer Ware verarbeitet und lagert, denn zertifizierte Ware darf nicht mit Fisch aus anderen Quellen verwechselt werden. Dadurch wird die Rückverfolgbarkeit der Produkte mit MSC-Siegel gewährleistet.
Im deutschsprachigen Raum sind über 2.000 Produkte mit dem blauen MSC-Zeichen in Supermärkten, Großhandelsketten und Kantinen erhältlich. Weltweit gibt es derzeit mehr als 7.000 MSC-gekennzeichnete Fisch- und Seafooderzeugnisse (Stand November 2010).

Quelle: Wikipedia

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